Kirche rockt. Vielleicht doch? Ein Nachschlag.

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Da habe ich ja offensichtlich ein ziemliches Fass aufgemacht. Oha.

Ich bin jedenfalls einigermaßen überrascht von der Resonanz auf meinen letzten Artikel.
Innerhalb von zwei Tagen explodierte meine Statistik: weit über 1000 Leute hatten nach 48 Stunden den Artikel gelesen, weitergeleitet oder empfohlen – überdies war mein mail-Postfach rappelvoll und es wurde kräftig (...auch in sozialen Netzwerken) diskutiert, kommentiert und ich bekomme immer noch Nachrichten. Darunter sehr viel Zuspruch, Anerkennung und auch Anregungen. Von evangelischer wie von katholischer Seite übrigens.

Euch allen also vielen Dank dafür!


Wie ja schon angedroht, habe ich mir vorgenommen, mit dem blog nicht bloß konsterniert stehen zu bleiben, sondern weiterzugehen.

Was also tun?

Am besten immer mal gleich vor Ort anfangen – hab ich mir gedacht – und zunächst mal mit der hiesigen Kreiskantorin Kontakt aufgenommen und sie auf meinen Artikel hingewiesen.

Die Antwort kam prompt, und ich war doch einigermaßen verblüfft, wie sehr sie mit meinen Einschätzungungen d‘ accord geht und ins Gespräch kommen will. Sie drückte auch ihr Bedauern über mangelnde zeitliche und fachliche Kapazitäten diesbezüglich aus, und dazu gehört ja erst mal was. Zu dem bestätigte dies meine Vermutungen zum – im zitierten Artikel beschriebenen – vorhandenen Dilemma. Die Gesprächsbereitschaft ist also da, und ich werde sie nutzen und ausbauen.


Über die vielen Reaktionen, Zuschriften und Kommentare habe ich von Organisationsformen und Initiativen erfahren, die teils mit vorsichtigen, ersten Erfolgen arbeiten oder nur (aus den bekannten Gründen) still und leise vor sich hin dümpeln.

Auch hier will und werde ich Kontakt aufnehmen und denke im Augenblick an über einen Austausch und/oder eine Vernetzung nach.

Jaja… ich höre schon Eure Unkenrufe: Ist ja alles ganz prima, aber doch sehr wenig praktisch – bitte nicht noch ein um sich selbst kreisendes Netzwerk!

Stimmt. Sehe ich auch so. Man muss zwar voneinander wissen, sollte aber auch was tun.

Daher nun endlich mal ganz praktisch:

Aus meiner (säkularen) Arbeit mit/um/bei Bands lässt sich allerhand beitragen. Angesprochen werden sollen nicht nur Kirchenmusiker, aber eben gerade auch die. Und: alle, die in die Arbeit mit Jugendlichen/Konfis/Jugendkreisen/jungen Erwachsenen usw. eingebunden sind.

Unbedingt auch Pastoren und Kirchenvorstände (s.u.).

Ich glaube sicher, dass gerade der Blick über die schon zitierten Kirchenmauern neue Sichten zulässt und diese Arbeit befeuern wird – Rock und Pop funktioniert nach ganz, ganz anderen Gesetzen, braucht völlig andere Strukturen und gründet sich auf deutlich abweichende Erfahrungen.

Dazu gehören neben der Musik und den  wichtigen inhaltlichen Aspekten, vernünftige Präsentation(en), solide Veranstaltungstechnik, ein gewisses Management, intensive Pressearbeit, Kontakte zur Veranstalungsszene und und und…

Aufgabe muss es sein, Wissen zu transportieren, um das alles wirklich zu verstehen und damit konkret Hilfe zu vermitteln. Ich bin mir sicher, dass eine solche Arbeit deutlich besser von Externen (nicht-Kirchenmusikern) Kräften geleistet werden soll. Damit will ich die Arbeit von Kirchenmusikern keinesfalls schmälern: sie haben nur völlig andere Erfahrungen. Natürlich kann und will ich damit auch nicht die gesamte kirchenmusikalische Ausbildung umkrempeln (auch wenn ich in bestimmten Momenten dazu nicht übel Lust verspüre… 😉 ). Darum wird es nicht gehen können.

Aber doch um eine breit angelegte Ergänzung und Anleitung. Da werde ich ansetzen. Dazu jedoch braucht es eine ebenso breit angelegte Unterstützung. Und nicht nur zwei bis drei *Pop-Beauftragte* in der gesamten EKD. Sondern den ausdrücklichen Willen aller Verantwortlichen.
Vielleicht sollte ich mich auch mal an Herrn Padfor…. ääh Bedford-Strohm wenden, was denkt ihr? Hat jemand eine mail-Adresse für mich?  🙂


Back to business:

Natürlich kann und werde ich mich nicht hinsetzen, und eine Band nach der anderen aus dem Boden stampfen.

Das wird – obwohl sicher wünschenswert – nicht klappen.

Hiermit möchte ich folgendes offensiv anbieten:

Denkbar ist für mich konkrete Unterstützung in den Kirchenkreisen und Gemeinden, bei Kirchenvorständen, Pastoren, Funktionern und andere Beteiligte – auch wenn das erst mal nur Beratung sein wird.

Ich kenne die vielen Fragen aus meiner beruflichen Erfahrung (übrigens auch aus meiner eigenen Gemeinde…), aber ich kenne auch das Potential, das die Gemeinden haben – gerade infrastrukturell gibt es dort vielfältige Grundlagen, die man sich für solche Arbeit zu nutze machen kann.

Es geht aber  – neben den oben schon angeführten Grundsätzlichkeiten – auch um Beratung bei der Organisation von Veranstaltungen: so steht z.B. nirgendwo in Stein gemeißelt, dass Bands nur in Gottesdiensten oder Kirchen spielen sollen. Nochmal: auch hier gibt es ein großes Potential. Es gilt, die richtigen Fäden zu ziehen und sich vorhandene Strukturen zu erobern.

Das geht. Lässt sich alles lernen.


Wer also konkret an so einer externe Beratung und zu Gesprächen interessiert ist: bitte organisiert was, sagt mir, wann und wo – ich komme gerne!

Für konkrete Eure konkreten Termin-Anfragen und/oder sonst ernst gemeinte Beiträge steht Euch meine e-mail zu Verfügung.

Ganz einfach hier klicken und losschreiben.

Ich freue mich auf Eure Zuschriften, Fragen, Anregungen und so. 😉

Wir lesen uns!

Christoph


Noch was in eigener Sache: Meine Bio bzw. mein Impressum auf dieser Seite wurde ein paar mal angefragt/angemahnt. 😉
Ich werde dem nachkommen: hier gibts eine Rubrik *Meine Seite* – bisher ist nur ein Blindtext drin, aber dort die Tage also mehr über mich… Wieder reinklicken, bitte.

Mein blog beschäftigt sich übrigens nicht nur mit Kirchenmusik. Hier gehts auch regelmäßig bei anderen Themen zur Sache. Der button zum abonnieren findet sich irgendwo in der Mitte rechts… Bei twitter findet ihr mich auch regelmäßig, wer mir folgen möchte, ist dazu herzlich eingeladen. Dort bin ich @chris_huebener

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